Faszination Groundhopping rund um die Welt
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Africa to Asia - 

                 Angola to Pakistan



Angola



14. - 15. März 2024             Menden - Frankfurt - Addis Abeba - Luanda


Eine Reise mit ungewöhnlicher Routenführung plante ich für meinen einwöchigen Urlaub im März. Gesetzt war im Vorfeld das WM Quali Länderspiel in Islamabad in Pakistan und dazu sollte noch ein weiteres Land besucht werden.
In Asien wurde man bei den noch wenigen nicht besuchten Ländern nicht nach passenden Spielansetzungen fündig und somit entschied ich mich für Angola als erstes Ziel der Reise.

Obwohl der großen Entfernung zwischen den beiden Länder, waren die Flugpreise ok und somit buchte ich mich bei Ethiopian Airlines und bei Qatar Airways gut 3 Wochen vor Reisebeginn ein.

Donnerstags Abends erreichte ich dann mit dem ICE den Frankfurter Airport, wo um 21.35 Uhr mein Flug zum Zwischenstopp nach Addis Abeba abhob.



Ethiopian Airlines war mal wieder on time unterwegs und auch in Addis am Freitagmorgen angekommen zeigten die Abflugmonitore ganze 120 aktuelle Abflüge on time an... Das würde man sich in Deutschland doch auch mal wünschen...



Rund 3 Stunden Aufenthalt wurden mit einem leckeren Frühstück und etwas relaxen am Gate überbrückt, ehe es in 4 Stunden weiter nach Luanda in Angola ging.




Hier braucht man seit dem 1. Oktober 2023 kein Visa mehr im Vorfeld zu organisieren und das Land lässt einen für touristische Zwecke visafrei für 30 Tage einreisen.

Nach der Landung war der Stempel ohne jegliche Fragen nach wenigen Minuten im Pass und per Fahrer vom gebuchten "RK Suite Hotel" ging's in 30 Minuten ins Hotel in die City.

Heiße 32 Grad erwarteten mich in Luanda, wo der Anreisetag entspannt auf der Dachterrasse des Hotels mit Blick über die Stadt und bei einem Abendessen in einer Pizzeria verbracht wurde.


16. März 2024       Luanda


Nach dem Frühstück im Hotel, machte ich mich zu Fuß auf um die ersten Eindrücke der Stadt zu sammeln. Durch das Zentrum ging's zum ersten Stopp des Tages zum Fortaleza de São Miguel, einer Festungsanlage aus dem Jahre 1576.







Damals zum Schutz und Verteidigung Luandas erbaut, beherbergt die Festung heutzutage das Militärmuseum.
Für günstige 27 Cent gab's die Eintrittskarte und man kann dann alleine durch die Anlage schlendern.

Einige alte Militärfahrzeuge sowie kleine Flugzeuge sind hier im Außenbereich aufgestellt und man kann noch durch die Ausstellung im Inneren gehen. Klettert man über die Treppen hinauf zur Festungsmauer, bietet sich einem ein schöner Blick über die Stadt und die Hochhäuser des Zentrums entlang der Promenade.












Gut nass geschwitzt kehrte man an der wirklich sehenswerten Promenade erstmal auf ein kühles Cuca Cerveja in einer Bar ein und kühlte etwas runter.






Weiter ging's dann auf die Halbinsel Ilha do Cabo in die Jango Veleiro Beach Bar mit tollem Außenbereich sowie privatem Strandabschnitt.



Hier dann bis zum frühen Nachmittag verweilt, wurde es Zeit zum ersten Match der Tour aufzubrechen. Tja was soll ich zu den Ansetzungen der höchsten Spielklasse Angolas der Girabola sagen? Wie so oft in Afrika ähneln die Spielpläne einem Würfelspiel, inwelchem die Begegnungen mehrmals wild durcheinander gewirbelt werden...

Alleine in den 3 Wochen vor der Reise gab es 3 mal eine Spielplanänderung, nur um dann eine Woche vorher zu entscheiden das die reguläre Liga pausiert wird und erstmal alle Nachholspiele ausgetragen werden.

Kann man sich als normal denkender Mensch nicht ausdenken sowas, aber "That's Africa". Am Ende vom Lied war der Ansetzungsgott aber auf meiner Seite und Petro de Luanda trug am heutigen Tag das Nachholspiel der 6. Runde um 16 Uhr im Nationalstadion aus.

Der Ground liegt rund 30km südlich des Stadtzentrums und somit musste es per Taxi dorthin gehen. Schön das die Taxiapp Bolt in Luanda funktioniert und somit konnte ich einen Fahrer für 5000 Kwanza ( 1000 Kwanza = 1,10€ ) buchen. Top Preis für die weite Fahrt, welche durch den Verkehr rund eine Stunde dauerte.




                                                                 Petro de Luanda - Académica do Lobito

                                                             Estadio 11 de Novembro


Gegen 15 Uhr am Stadion aufgeschlagen gab's die Tickets für 500 Kwanza in den normalen Sitzbereichen und für 3000 Kwanza im VIP Bereich.





Meine investierten 3,30€ für den VIP Sitz machten sich umgehend bezahlt als ich den Innenbereich der Tribüne betrat und die herrlich kühle Luft der Klimaanlage spürte.

Eiskalte Cuca Cerveja waren ebenfalls für 1€ im Angebot und man konnte bis zum Anpfiff gemütlich in Ledersesseln entspannen.







Zum Kick off waren dann nur 1000 Fans ins 50.000 Zuschauer fassende Nationalstadion gekommen bei weiterhin heißen 32 Grad.

Vor Anpfiff wurde dann noch die Nationalhymne gespielt, nach welcher ein paar Fans hinter dem Tor gar etwas Stimmung boten. Im unteren Bereich der Tribüne verkauften Frauen allerhand Snacks transportiert auf ihren Köpfen und sogar ihre Kinder waren umgebunden auf dem Rücken mit dabei.










Der Favorit aus Luanda gewann die hart umkämpfte Partie am Ende mit 2-1 und ich machte mich nach Abpfiff auf die Suche nach einem Taxi, welche aber erfolglos blieb.

Also schlenderte ich unter der Abendsonne zum 15 Minuten entfernten 5 Sterne Hotel Victoria Garden und buchte von dort ein Bolt Taxi zurück in die City.

Diesmal sogar für nur 4000 Kwanza und ich war bereits nach 40 Minuten wieder am Hotel, wo noch am Abendbuffet teilgenommen wurde. Ein paar Länderpunktbiere rundeten den erfolgreichen Tag an der Hotelbar ab.



17. März 2024           Luanda


Der Sonntag startete wieder mit einem leckeren Frühstücksbuffet, ehe bis Mittags noch etwas auf der Dachterrasse des Hotels in der Sonne entspannt wurde. Von hier oben hatte ich auch schonmal einen ersten Blick auf den heutigen Spielort, welcher mir bereits bei den ersten Planungen zu Luanda aufgefallen war.

Das alte Nationalstadion Estádio Nacional de Cidadela mit einer Kapazität von 60.000 Zuschauern. Nach einigen Recherchen im Vorfeld der Tour, konnte ich dort für heute ein Match in der Liga Futebol de Luanda bestätigen.



Von meinem Hotel ein 20 Minuten Marsch entfernt, kam ich gegen 14.30 Uhr bei wieder einmal heißen 32 Grad am tollen Ground an, welcher von außen schon sehr cool aussieht. Ein kleines Tor rechts an der Hauptseite war geöffnet und bei freiem Eintritt ging's hinein in die tolle alte Betonschüssel.






                                               RSD Guelson FC - Elite Real FC

                                                 Estádio Nacional de Cidadela


1972 erbaut galt das Stadion lange als die Kathedrale des angolanischen Sports, ehe das 2010 eröffnete neue Nationalstadion Estádio 11 de Novembro den Ground sportlich in den Schatten stellte.

Ein imposanter Anblick bietet sich einem wenn man den Ground dann zum ersten mal betritt und die wuchtigen 2 Ränge aus Beton vor sich hat.







Eine große Anzeigetafel in einer Kurven hat die beste Zeit längst hinter sich und es steht nur noch das metallische Innenleben.

Auf der Hauptseite ragen über dem Oberrang noch die alten TV Kommentatoren Kabinen hervor und die coolen großen Flutlichter runden den mega Eindruck ab.












Spielbeginn sollte eigentlich um 15 Uhr sein, aber die Zeit wird in Afrika natürlich nicht so genau genommen und der Anpfiff ertönte dann erst um 15.30 Uhr.

Spielerisch war es natürlich kein Leckerbissen, aber beim 2-0 Heimsieg vom RSD Guelson FC war eh das Stadion der Star des Tages.






Nach Abpfiff ging's gemütlich an der Hauptstraße entlang, mit einem kurzen Stopp im Supermarkt, zurück zum Hotel wo nochmals am Abendbuffet teilgenommen wurde.

Ein paar Cuca Bierchen rundeten das schöne Wochenende in Luanda ab, ehe es dann morgen bereits weiter von Afrika nach Asien geht.


Hier geht die Reise weiter nach Pakistan